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Richtlinien „Zertifizierter FELDENKRAIS®
Practitioner FVD“ des Feldenkrais-Verbands Deutschland e.V.

(Stand: 08.02.2018)

I Grundidee:

Der FVD Feldenkrais-Verband erteilt FELDENKRAIS® Practitionern, die dies wünschen und die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, eine Zertifizierung und damit den Status eines/r „Zertifizierten FELDENKRAIS® Practitioner FVD“ für die Dauer von jeweils zwei Jahren.

Die Zertifizierung ist als Gütesiegel gegenüber der Öffentlichkeit konzipiert. Sie dokumentiert, dass die Inhaber*innen folgende Standards repräsentieren: 

  • Sie haben eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
  • Sie praktizieren die Feldenkrais-Methode.
  • Sie haben sich kontinuierlich fortgebildet.
  • Sie erfüllen die in den „Ethischen Richtlinien des FVD Feldenkrais-Verbandes“ dargelegten Verhaltensweisen.

Die Zertifizierungsrichtlinien sind von der Mitgliederversammlung mit Zweidrittelmehrheit zu beschließen und ggf. zu verändern.

II Details des Zertifizierungsverfahrens:

Mit Erhalt des Diploms eine“r“ TAB-akkreditierten Feldenkrais-„Ausbildung“ (oder eines als gleichwertig anerkannten anderen Ausbildungsgangs) erfolgt auf Antrag die Zertifizierungsvergabe für die ersten zwei Jahre „nach Beendigung der Ausbildung. Bei späterer Beantragung verkürzt sich die Zeit entsprechend.“
Eine Verlängerung der Zertifizierung erfolgt auf Antrag (siehe Antragsformular) des Zertifizierungsinhabers für jeweils zwei weitere Jahre durch den Verband. Der/Die Antragsteller/in unterzeichnet eine Erklärung, dass er/sie die Anforderungen bezüglich der Ausübung der Methode und der erforderlichen Fortbildung erfüllen und dass er/sie die „Ethischen Richtlinien des FVD Feldenkrais-Verbandes“ beachtet haben und beachten werden.

Eine Dokumentation über die erfüllten Anforderungen erstellen die Zertifizierungsinhaber zunächst für sich selbst.

„Fortbildungen zur Zertifizierung müssen zukünftig nachgewiesen und entsprechende Formulare in Kopie an die Geschäftsstelle geschickt werden. Gleiches gilt für den Nachweis über die Ausübung der Feldenkrais Tätigkeit der zurückliegenden zwei Jahre, die den Antrag auf Zertifizierung begründen. Alte Daten werden automatisch bei neuen Anträgen gelöscht und durch die neuen Daten ersetzt.“

Eine Dauer-Zertifizierung erhalten FELDENKRAIS® Practitioner, die mindestens zwanzig Jahre seit Abschluss ihres Trainings die Methode praktiziert haben „und seit Einführung der Zertifizierung diese kontinuierlich beantragt haben“. Sie ist gültig bis zum Ende der Mitgliedschaft im FVD e.V.
Ein Entzug der Zertifizierung durch den FVD Feldenkrais-Verband e.V. ist bei schwerwiegenden Verstößen gegen die „Ethischen Richtlinien“ auf Dauer oder auf Zeit möglich. Bei einem Entzug auf Zeit können Auflagen an die Wiedererteilung geknüpft werden.
Freistellungen sind bis zur Dauer eines Jahres, innerhalb eines Zeitraums von sieben Jahren möglich. Gründe hierfür können u. a. Kindererziehung, Gesundheitsprobleme, Reisen, Studien usw. sein. Innerhalb der Freistellungszeit entfallen die Anforderungen bezüglich der Ausübung der Methode und der Fortbildung. Grund, Anfang und Ende der Freistellungszeit sind dem Verband im Voraus mitzuteilen.

„Ausnahmekriterien: Wer länger als ein Jahr die Zertifizierungskriterien nicht erfüllt, z.B. durch Krankheit oder andere Ausfallzeiten, muss eine neue Zertifizierung beantragen“.
Die Gebühren für die Zertifizierungsvergabe sind für Verbandsmitglieder im Jahresbeitrag enthalten

III Anforderungen zur Verlängerung der Zertifizierung:

A) Ausübung der Methode:

Pro Jahr ist ein Minimum von 100 Stunden professioneller Arbeit in der Feldenkrais-Methode erforderlich.

B) Fortbildung:

Alle zwei Jahre ist ein Minimum von 40 Stunden Fortbildung erforderlich. Diese kann in einem oder in mehreren der folgenden Bereiche erfolgen:

1)  Feldenkrais Advanced Training
Hiermit sind solche Seminare/Workshops gemeint, die sich ausschließlich an FELDENKRAIS® Practitioner wenden und von zertifizierten FELDENKRAIS® Practitionern FVD angeboten werden, die mindestens vier Jahre nach Ende ihrer Feldenkrais-Ausbildung tätig sind. Auch die Teilnahme an einem Segment eines akkreditierten Trainings gilt als Fortbildungszeit.

2)  Selbstorganisierte Studien
Regionale Treffen von FELDENKRAIS® Practitionern, welche dem professionellen Erfahrungsaustausch, dem gegenseitigem Feedback und/oder dem gegenseitigem Unterricht gewidmet sind, fallen in diese Kategorie.

3)  Besuch der Fortbildungsveranstaltungen am Rande der jährlichen Mitgliederversammlung des FVD Feldenkrais-Verbandes

4)  Fortbildung in angrenzenden/unterstützenden Bereichen
Hiermit sind Erfahrungen außerhalb der Feldenkrais-Methode gemeint, welche der Qualitätssteigerung der individuellen Feldenkrais-Arbeit dienen. Als Beispiele seien Bereiche wie Neurobiologie, Anatomie, Kybernetik, Rhetorik, Entwicklungspsychologie, Kampfsportarten etc. genannt.
Bei Inanspruchnahme dieser Fortbildungskategorie ist vom Antragsteller darzulegen, wie der gewählte Bereich die individuelle Kompetenz zur Anwendung der Feldenkrais-Methode erhöht.

5)  Unterrichtserfahrungen
Zertifizierte FELDENKRAIS® Practitioner FVD mit mindestens vierjähriger Erfahrung in der Feldenkrais-Methode nach Abschluss ihrer Ausbildung, können bis maximal zur Hälfte der erforderten Stundenzahl das Unterrichten von Advanced Trainings als Fortbildung geltend machen. (Hierfür braucht kein Assistenten- oder Trainerstatus vorzuliegen. Es genügt, dass die Seminare ausschließlich von FELDENKRAIS® Practitionern besucht wurden.)
Trainer*innen und Assistent*innen können ihre Fortbildung durch Unterrichten in akkreditierten Trainings erfüllen.

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