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Feldenkraisforum Ausgabe 106

Cover der Ausgabe 106 des Feldekraisforums

Der Schwerpunkt der neuen Ausgabe des Feldenkraisforums gibt den Netz-PionierInnen der deutschen Feldenkrais-Welt Raum: In fünf Beiträgen verraten einige von ihnen, wie sie Zugang zu digitalen Angeboten fanden oder sogar selbst welche entwickelten, unter anderem Ben Parsons, Steph Meli, Uwe Jaschke und Verena Tintelnot. Das aktuelle Heft unserer Verbandsfachzeitschrift (auch für Nichtmitglieder in unserem Shop erhältlich) beleuchtet zudem Praxis und Forschung: Hermann Klein berichtet von 30 Jahren als Feldenkrais-Lehrer, Antje Schwalbe-Kleinhuis ruft dazu auf, passende Supervisions-Angebote zu nutzen, und Roger Russell steuert erneut einen Beitrag zu seiner Serie „Eine Feldenkrais-Theorie in pragmatischer Absicht“ bei. In diesem prallen Sommerheft ist sicherlich für jede und jeden etwas dabei!

Lesen Sie hier das Feldenkraisforum-Editorial:

Am 26. April 1985 wurde der Feldenkrais-Verband Deutschland gegründet, doch bereits am 3. August 1984 ging an einer deutschen Uni die erste E-Mail ein. Seit nun etwa einem Jahrzehnt verzeichnen internetfähige Mobiltelefone in Deutschland einen nennenswerten Marktanteil, und es ist anzunehmen, dass sie auch unter den LeserInnen des Feldenkraisforums verbreitet sind. Heute werden immer mehr Daten immer schneller übertragen, das vielfach Segensreiche der umfassenden Digitalisierung in Kommunikation, Medizin und Wirtschaft wird alltäglich genauso sinnfällig wie das nervöse Abgründige, die gigantische Macht datensammelnder Konzerne, die schwierige bis fehlende demokratische Kontrolle, der politisch notwendige, aber oft umständliche Datenschutz, der neu zu lernende Umgang mit Cybermobbing, mit fake news und gefälschten Filmbildern sowie die mögliche Gesundheitsbelastung durch elektromagnetische Strahlung. Nutzen wir in diesem Pro und Contra als Feldenkrais-LehrerInnen eigentlich die digitalen Möglichkeiten – über die eigene Website und Newsletter-Werbung hinaus? Dieser Frage, dem Medialen und Interaktiven, widmen wir zum ersten, aber sicherlich nicht zum letzten Mal einen Schwerpunkt.
Wann haben Sie, wann hast Du das letzte Mal eine Amherst-Lektion in „Funktionaler Integration“ von der Website der International Feldenkrais Federation gestreamt? Ist Ihnen/ Dir der Begriff Streaming schon lange geläufig oder betrittst Du, erobern Sie sich gerade Neuland? Ist das womöglich auch eine Gender- und/oder Generationenfrage?

Was hat unser Umgang mit Bildern, die die medialen Orte der blogs und social media notwendig brauchen, mit Grundannahmen der Feldenkrais-Methode zu tun, wie z. B. dem Dogma, eine Lektion in „Bewusstheit durch Bewegung“ nicht vorzumachen, also eben kein vorgefertigtes Bild von Bewegung zu erzeugen? Könnten wir z. B. viele gleichzeitige Bilder produzieren und damit diese nachvollziehbare Einschränkung (den constraint) produktiv machen? Was macht wen wie erfinderisch – und uns so neugierig wie Moshé Feldenkrais vielfacher Überlieferung zufolge selbst zeit seines Lebens war? Was bedeutet es für Practitioner wie KlientInnen, sich Feldenkrais digital zu erschließen? Wie begegnen wir dem bereits technologisch Möglichen, der augmented reality, dem um Virtuelles erweiterten Realen, angemessen?

Netz-PionierInnen gibt es auch in der deutschsprachigen Feldenkrais-Welt, von ihnen können wir lernen. Unser Heft stellt einige mit ihren Zugängen zu digitalen Angeboten vor. Aber auch der informierte Blick in zeitgenössische kunsttheoretische Debatten zur Lesart und Funktion von Bildern, wie Verena Tintelnot ihn uns nahelegt, hat für unser Verständnis der im Zusammenhang mit Feldenkrais entstehenden (Selbst-)Bilder eine aufklärende, befreiende Wirkung.

Was gibt es sonst noch in diesem prallen Sommerheft? Ingrid Wilczek würdigt den verstorbenen Ted Presland, Antje Schwalbe-Kleinhuis ermuntert uns, passende Supervisionsangebote zu nutzen, und von Hermann Klein erfahren wir, warum er nach 30 Jahren im Beruf erneut mit Lust lernt. Warum sich die Anschaffung von Frank Höfers Feldenkrais-Büchlein lohnt, lesen Sie, lest Ihr in meinem Buchtipp. Nicht zuletzt haben wir endlich wieder Platz für Roger Russells Serie zu einer „Feldenkrais-Theorie in pragmatischer Absicht“.

Entdeckende Freude wünsche ich bei der Lektüre!
Ihre/Eure

Cornelia Berens

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