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Jahrestagung der Feldenkrais-Gilde Deutschland e.V. 2006
Eröffnungsveranstaltung
Donnerstag, 9. März, 18.
"Macht Bewegung schlau?" - Der Effekt von Ausdauer-Lauf-Training auf die Konzentrations- und Merkfähigkeit Dr. Ralf Reinhardt Akademie für medizinische Berufe, Universitätsklinikum Ulm Zusammenarbeit mit dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Ulm
Linden-Museum Stuttgart Staatliches Museum für Völkerkunde Hegelplatz 1 70174 Stuttgart
Begrüßung Sabina Graf-Pointner 1. Vorsitzende der Feldenkrais-Gilde Deutschland e.V.
Anschließend Diskussion
Workshops
am Freitag 10.03., vormittags
F1 Projektarbeit im Kinderhaus Im Herbst/Winter 2005 wurde im Kinderhaus Murkel in Siegburg ein Projekt auf der Grundlage der Feldenkrais-Methode durchgeführt und dokumentiert. Die theoretischen Grundlagen der Entwicklungsförderung auf der Basis der Feldenkrais-Methode sollen in diesem Workshop im Zusammenhang mit den Aussagen und Thesen von Manfred Spitzer vorgestellt und diskutiert werden. Das Projekt baut auf dem Programm von Steven Rosenholtz „Wie sich Tiere bewegen“ auf und beschäftigt sich mit verschiedenen Fortbewegungsmöglichkeiten. Planung, Vorbereitung, Durchführung und Ergebnisse des Projekt sollen in einer Videodokumentation vorgestellt werden. Marcel Welsch, Diplom-Sportlehrer und Feldenkrais-Lehrer (Neuss IX), Studium an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Diplomarbeit zum Thema: Die Feldenkrais-Methode in der Therapie mit Alkoholabhängigen. Seit 2002 als Bewegungstherapeut im Kinderhaus Murkel in Siegburg. (www.feldenkrais-welsch.de) Daniela Smidt, Erzieherin seit 1983 und Theaterpädagogin, Ausbildung am Theaterpädagogischen Zentrum Köln. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00
F2 IFF-Akademie-Workshop Feldenkrais-LehreInnen im professionellen Feld – Wo sind wir und wo wollen wir hin? Der Workshop wurde im internationalen Rahmen bisher in zwei verschiedenen Varianten durchgeführt. Wir möchten gemeinsam mit den TeilnehmerInnen eine dritte Annäherung versuchen. Der Workshop fragt danach, was es bedeutet, ein Berufsstand zu sein und was, professionell zu sein. Welche Erfahrungen bringen die TeilnehmerInnen mit? Sind wir, können wir, wollen wir ein Beruf sein? Wie sehen wir uns selbst und wie wollen wir gesehen werden? Was brauchen wir, um uns im gesellschaftlichen Kontext selbst zu definieren? Diese und viele andere Fragen sollen auf feldenkraisspezifische Art gemeinsam bearbeitet werden. Uta Ruge, seit 1999 Feldenkrais-Lehrerin in Berlin; Vorstandsmitglied 2000-2004; Chefredaktion Feldenkraisforum; Übersetzt die Yanai-Lektionen (2005) ins Deutsche. Rägi Zubler, seit 1998 Feldenkrais-Lehrerin in Jona/Schweiz; seit 1999 Leiterin der Geschäftsstelle des SFV Schweizerischen Feldenkrais Verbandes und seit 2001 IFF-Delegierte des SFV. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00
F3 Tango begegnet FeldenkraisIn diesem Workshop werden wir Elemente des Tango Argentino in Verbindung (oder Ergänzung?) zur Feldenkrais-Arbeit setzen. Tanzen wird meist über vormachen und imitieren erlernt. Wie viel zeige ich? ist meine Bewegung Vorbild? Wie viel Freiraum bleibt da für eigene Erfahrung? können so verschiedene Ansätze von und miteinander lernen? Kann Tanzen-lernen wahrnehmungsorientierter werden – Feldenkrais alltags-tauglicher? Tanzend, der Musik lauschend, lässt es sich solch schweren Fragen am besten mit leichten Füßen begegnen… Iris Urbassek, Kassel, staatl. geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, Praxis für Stimmtherapie und Gesang, Feldenkrais-Ausbildung 1984-87 in San Rafael USA, seit 1997 Assistenz-Trainerin – Arbeit in Feldenkrais-Ausbildungen, 1996-2000 Vorstandsarbeit. Sebastian Mayer, Feldenkrais-Training in Rom und Hawaii. Unterrichtet in eigener Praxis in München und international. Klienten im Alter von 1 bis 96 aus verschiedensten Verhältnissen, mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und Bedürfnissen. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00
F4 Warum die Feldenkrais Arbeit sich NICHT in Schulen durchsetzen wird - eine Kraftfeldanalyse und ein Entwurf für einen ProjektauftragLassen Sie uns Erfahrungen austauschen und Werkzeuge der Organsiationsentwicklung anwenden. Eine Kraftfeldanalyse zeigt welche Personengruppen, Strukturen und Prozesse in Schulen für das ¿un-? mögliche Ziel, Feldenkrais-Arbeit in Schulen, hinderlich sind oder förderlich sein könnten. Was wäre ein sinnvoller Projektauftrag? Wer wäre dann Auftraggeber, -nehmer? Welche unterschiedlichen Sichtweisen, mögliche Zielwidersprüche sind zu erwarten? Welche SMARTen Ziele sind zu vereinbaren [Spezifisch, Messbar, Anspruchsvoll, Realistisch, Terminiert]? Welche Indikatoren zeigen ein erreichtes Ziel an? Welche Meilensteine sind festzulegen? Welche Ressourcen sind notwendig? Die Veranstaltung richtet sich vor allem an: Feldenkrais-LehrerInnen, die Feldenkrais-Arbeit und Ansätze in die Schulen bringen wollen, gerne auch mit eigener Projekterfahrung und an Bedenkenträger aus dem schulischen Umfeld Joachim Kühne, Dipl. Ing, Französichlehrer, Feldenkraislehrer, Lehrerfortbildner, Bereichsleiter an einem Kölner Berufskolleg: drei Feldenkrais-Projekte in Schulen http://www.lernen-feldenkrais.de Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00
F5 LINGVA ETERNA®, Energetisches Sprachtraining nach Mechthild R. von Scheurl-DefersorfLeben Sie die Kraft der Sprache! Viele wissen, dass Sprache mehr ist als reine verbale Kommunikation. Doch wussten Sie, dass in der Sprache Speicherungen enthalten sind, die Ihnen das Leben schwer oder leicht machen können? Entdecken Sie mit dem Energetischen Sprachtraining einen völlig neuen Ansatz, die Kraft der Sprache zu nutzen. Das ES ist eine Methode, die durch ihre Konzeption und Anwendungsweise weit über Rhetorik und Kommunikationstraining hinausgeht. Anhand alltäglicher Redewendungen und umgangssprachlicher Wörter macht das ES die dahinter liegenden Denk- und Handlungsmuster bewusst. Ebenso wird die individuelle Körpersprache wahrnehmbar und ihre nonverbale Wirkung auf einen selbst und andere. Bereits mit kleinen, gezielten Änderungen der Wortwahl und des Satzbaus bewirkt ES eine bemerkenswerte und nachhaltige Wirkung auf das Denken, Fühlen und Handeln. Lernen Sie, authentisch bei sich und anderen anzukommen. Gudrun Klask, Diplommusikerin, -musiklehrerin, Heilkundliche Psychotherapie (HPG); Langjährige Arbeit mit Menschen im Musikbereich (Musikpädagogik, Frühförderung von Kindern) und der Musikdramaturgie (Musikfestivals wie Salzburger Festspiele, SHMF), Mitarbeiterin des InPäBS Institut für Pädagogik und Bewusste Sprache Erlangen und seit 2004 Dozentin des LINGVA ETERNA® Energetischen Sprachtrainings in Berlin. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00
F6 Feldenkrais mit Babies und KindergartenkindernLernen durch "Bewusstheit durch Bewegung" ist das Credo der Feldenkrais-Pädagogik! Aber kann auch ein Säugling davon profitieren? Wie robbt ein Kind am Boden vorwärts? Weiß das Kind, wie wichtig dabei der große Zeh ist? In der Zusammenarbeit mit dem Säugling können wir uns ein Bild davon machen, was das Kind über sich selbst weiß. In praktischen Beispielen mit der Puppe und einer Video-Demonstration soll dies verdeutlicht werden. Im 2. Teil des workshops gebe ich, Susanne Kreid, gerne meine Erfahrungen aus meiner Feldenkrais-Arbeit mit Kindern von 3-6 Jahren weiter. "Spielen wir heute Feldenkrais?" So eine Frage eines 4-Jährigen aus dem Kindergarten. Wie kann man die Feldenkrais-Methode spielerisch bei Kindern einsetzen? Hanna M. Schilling:, seit 28 Jahren Physiotherapeutin für Kinder. Feldenkrais-Ausbildung (Neuss 4) bei Chava Shelhav 1995 beendet. Ein besonderer Schwerpunkt war die Arbeit mit Kindern. Susanne Kreid, Heilerzieherin, Sozialpädagogin, 2003 bei Chava Shelhav die Feldenkrais-Ausbildung beendet (Neuss 8). Seit über einem Jahr arbeite ich mit der Feldenkrais-Methode in verschiedenen Kindergärten und sammle dort viele Erfahrungen. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00
Workshops über zwei Vormittage
Freitag 10.03. und Samstag 11.03.
FS1 Thema: KOORDINATION im AtmenTAG 1 1. Atmen mit Bewegungen von Schulter/Arm (AY#180) 2. Atmen mit Bewegungen von Becken/Bein (AY#185)
TAG 2 3. Atmen mit Bewegungen von Kopf/Nacken (AY#186) 4. Atmen mit Bewegungen des Brustkorbes (AY#187) Die Koordination der Atembewegung findet ihren optimalen Ausdruck in dem Gefühl, dass Atmen einfach geschieht, es fühlt sich an wie nichts tun. Das bedeutet, dass kein Muskel arbeitet, der nicht dafür vorgesehen ist. In jeder der ATM-Lektionen werden wir das Gefühl für koordiniertes Atmen studieren, während wir uns für geschickte Bewegung in einer Gegend des Körpers organisieren und eine mögliche Definition für das gewünschte Ergebnis setzen. Dazu werden wir in drei untereinander verbundenen Phasen experimentieren: die Phase der grundlegenden Bewegungskoordination, die Phase der präzisen Bewegungskoordination und die Phase der Stabilisierung der Bewegung unter veränderlichen und schwierigen Umständen. Jeder Teilnehmer wird ein Gespür für seinen persönlichen Atemrhythmus entwickeln, während er tut, was er tun möchte. Edward (Ned) Dwelle (1977), US-Amerikaner, lebt in Deutschland; gab FI im Feldenkrais Institut (Tel Aviv) unter Feldenkrais' Aufsicht zwischen 1977 und 1982; Trainer seit 1996, Educational Director der Koessen III Ausbildung, begleitende Supervision seit 1989, “Advanced Trainings“ seit 1997 Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
FS2 Dem kreativen Impuls vertrauenFeldenkrais-Aspekte im Kunstunterricht In Schleswig-Holstein wurde in den Jahren 1995 bis 1998 ein Modellversuch durchgeführt mit der Zielsetzung bei Schülerinnen und Schülern die kreative Ausdrucksfähigkeit, Ich-Stärke und soziale Kompetenzen gleichermaßen zu fördern. Im Kunstunterricht wurde dazu eine Kombination eingesetzt aus Bewegung und gelenkter Wahrnehmung (Grundelementen der Feldenkrais-Methode) verbunden mit gestalterischen Aufgabenstellungen.
- Grundzüge ganzheitlichen Lernens
- Das veränderte Schüler-Lehrer-Verhältnis
- Einflüsse auf Interaktion und soziales Klima in den Klassen
- Die phasenweise Einbindung dieser Unterrichtsform in herkömmliches Unterrichten
Neben den Erfahrungsberichten sind die Teilnehmenden eingeladen in praktischen Übungen diese, die Tiefensensibilität einbeziehende, Unterrichtsform für sich selbst zu erfahren. Jan-Olav Hinz, geb.1957, bildender Künstler und Feldenkrais-Lehrer, 1991 - 95 Lehraufträge am Institut für Kunst und ihre Didaktik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1995 - 98 Leitung des Modellversuches „Ästhetische Bildung" an der CAU zu Kiel Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
FS3 How to figure it out? How do we know when learning takes place? What are the elements which inhibit our self regulation and which elements help for the greater acceptance in learning? In this workshop we will begin to explore in depth different biological phenomenons presented in our work. Jeremy Krauss, directly educated by Dr. Feldenkrais, Educational Director of trainings Berlin 3+4, Wien 3+4, Italy and USA. Translator of Alexander Yanai Materials, author of "Feldenkrais: The Way to Improve Movement and Personal Ability" Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
FS4 IFF-Akademie - “Bewegte Knochen“ Local Academy Foot „Skeletonian Harmonists“ Das Skelett spüren, sichtbar machen, Bewegungsabläufe in ATM und FI beobachten und bei verschiedenen Personen vergleichen, bilden den Inhalt des Workshops “Bewegte Knochen”, den wir beim 2. Int. Feldenkrais Kongress in Berlin 2005 präsentiert haben. Feldenkrais Practitioners stellen miteinander das Skelett dreidimensional dar und erleben das eigene Skelett und das der anderen TeilnehmerInnen nicht nur auf motorischer sondern auf visueller Art buchstäblich in einem neuen Licht. Wir kreieren miteinander ein neues „Werkzeug“, um die Bewegung deutlicher zu erfahren und zu vermitteln. Auch der/die KünstlerIn oder TänzerIn in uns findet hier anregende Impulse. Kontakt Möglichkeit für ev. Fragen: mschmoetzer(at)web.de oder Tel. 08841/9860 LAF „Skeletonian Harmonists“: Petra Marx-Promny (D), Feldenkrais-Pädagogin in Michelstadt/Odenwald (D) Dipl. Jazz-dance Lehrerin und Betriebswirtin HWK. Marie-Christine Schmötzer (F) - Kontaktperson Feldenkrais Pädagogin in Murnau am Staffelsee (D) Taiji und Qigong Lehrerin, Sprachlehrerin. Ulla Wietheger (D), Feldenkrais-Pädagogin in Leidersbach (D) Krankengymnastin (Spezialgebiet behinderte Kinder). Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
FS5 Dem Tinnitus be-wegt begegnen In der Feldenkraismethode liegen Möglichkeiten, die den aktiven Umgang mit u.a. dem chronischen Tinnitus fördern. "Learning to live with it". Wir werden uns neben ausgewählten ATMs mit dem implizierten Menschenbild . Pädagogik - Philosophie beschäftigen. Neben der aktuellen Fachliteratur wird ein Blick auf das Ohr in der Literatur geworfen. Dorothée Mecklenfeld, seit über 20 Jahren eigene Feldenkrais-Praxis (Heil-Bewegungs-Feldenkrais-Gestalttherapeutin, z.Zt. Studium Literatur Philosophie). Seit Kindheit von Ohrgeräuschen betroffen. Fachbuchautorin u.a. "Die Welt in meinen Ohren - Lebensqualität mit Ohrge-räuschen". Aufbau der 1. ideellen Tinnituskompetenzinfothek im Raum Nürnberg. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
FS6 -IFF-Akademie-Feldenkraismethode für Pferd und Reiter Der Workshop beschäftigt sich damit, wie man die Feldenkrais-Methode nutzen kann in der Arbeit mit Pferden und Reitern. Wir zeigen einen kurzen Film als Einstieg. Die TTEAM- Methode ist ein Ausbildungssystem für Pferde, das auf der Feldenkrais-Methode basiert. Beim Tellington-TTouch handelt es sich um verschiedene Berührungen am Körper des Pferdes, die über das Nervensystem das Wohlbefinden und das Körperbewusstsein des Pferdes verbessern. Wir probieren die Wirkung dieser TTouches gegenseitig an uns aus. Centered Riding ist eine Methode, mit mehr Körperbewusstsein reiten zu lernen, sich selbst und die Bewegungen des Pferdes besser zu spüren, sich gut zu organisieren. Wir machen im Raum verschiedene Übungen, die man für Reiter nutzen kann, damit ihnen Bewegungszusammenhänge und eigene Bewegungsmuster deutlich werden und sie mit weniger Anstrengung und mehr Geschmeidigkeit reiten lernen. Beim praktischen Teil des Workshops zeigen wir aus der TTeam- arbeit nicht gewohnheitsgemäße Führübungen am Pferd und unterrichten Teilnehmer auf dem Pferd. Stephanie Hornung, Pferdeausbilderin in Berlin + Brandenburg TTEAM- Practitioner für Pferde, Centered-Riding Instructor Ellen Engelkamp, Feldenkrais-Pädagogin in Berlin + Brandenburg, Centered- Riding Instructor, Diplompädagogin Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06 9.00-11.30
FS7 Feldenkrais und Lernen im biologischen Rahmen Wir beschreiben die Feldenkrais-Methode mit Worten wie – Lernen zu Lernen, Bewusstheit, Selbstbild, und Bewegungsqualität. Wie wäre es, wenn wir einen Schritt von unserer „Menschenzentrierten Sichtweise“ zurücktreten und die Feldenkrais-Methode aus dem Blickwinkel von Biologie und Evolution betrachten? Können wir dann die Raffinesse von Moshé’s Lektionen besser verstehen und mit jeder Feldenkrais-Situation kreativ umgehen? Die Entdeckungen sind spannend und wirkungsvoll zugleich – ein Erlebnis in ATM und FI. Roger Russell ist Physiotherapeut, Bewegungswissenschaftler, Trainer und Pädagogischer Leiter im Feldenkrais-Zentrum Heidelberg. Ausbildung mit Moshe Feldenkrais von 1975 -1982. Er hat internationale Konferenzen zu den Themen Feldenkrais und Wissenschaft geleitet. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06 9.00-11.30
FS8 Feldenkrais for Pianists, Piano for "Feldenkrais-ists."Alan Fraser (Hawaii ’92) will present the work he has done as a concert pianist and Feldenkrais practitioner in developing strategies for evolving a more capable piano technique and addressing the problem of performance injury. Included will be a lecture, a demonstration with a pianist, video excerpts, and input from other pianist-practitioners who have worked with Alan. The second segment opens up the discussion to investigate how to take this approach further, to create new ATM’s related to piano technique, to discover together what new ground we can break in joining these two Arts in a powerful way. In English with German translation. Author of the book, The Craft of Piano Playing: A New Aproach to Piano Technique, Canadian pianist Alan Fraser gives recitals and teaches piano and Feldenkrais throughout Europe and N. America FS8 Feldenkrais für Pianisten, Piano für „Feldenkrais-isten“ Alan Fraser (Hawaii 92) wird seine Arbeit als Konzert-Pianist und Feldenkrais-Lehrer vorstellen, in der er eine individuell- unterstützende Spiel-Technik entwickelt und sich mit der Problematik von Haltungsschäden befasst. Der workshop umfasst einen Vortrag, Demonstrationen mit einem Pianisten, Video-Einspielungen und Beiträge von anderen Klavierspielern, die mit Alan Fraser gearbeitet haben. Im zweiten Teil des workshops sollen in offener Diskussion Wege gesucht werden, wie diese Arbeit weiter geführt, neue ATMs zum Klavierspiel entwickelt und neue Möglichkeiten zur Zusammenführung dieser zwei „Künste“, Klavier-Spiel und Feldenkrais, gefunden werden können. Workshop in Englischer Sprache mit deutscher Übersetzung Alan Fraser, Autor des Buches „Die Kunst des Piano-Spiels: Eine neue Annäherung an die Klavier-Spieltechnik“, gibt Konzerte und unterrichtet Klavier und Feldenkrais in Europa und Nord-Amerika. Freitag, 10.03.06, 10.00-13.00 und Samstag, 11.03.06 9.00-11.30
Workshops
am Samstag, 11.03., vormittags
S1 „Ich fühle mich wie ein Baum, mit seinen Wurzeln tief in der Erde“ – wie Jugendliche mit Entwicklungsbeeinträchtigungen mit der Feldenkrais-Methode lernen könnenWir möchten zu diesem Thema einige Aspekte unserer Arbeit als Feldenkraislehrerin (Brigitte Block) und Sonderschulpädagogin (Uschi Schneeweiß) vorstellen. Durch das Projekt „Die Feldenkrais Methode an der Mosaik-Schule“ konnten wir zeigen, wie die Feldenkrais-Arbeit sogar Schülern mit vielen Handicaps das Lernen zu lernen ermöglicht. Anhand einiger Fallbeschreibungen der geistigbehinderten Schüler und ihren eindrucksvollen Zeichnungen zum Thema: „Zeichne einen Menschen“ werden Ergebnisse der Wirkungsweise unserer Feldenkrais-Arbeit in Bezug auf das Körperbild, die Konzentrationsfähigkeit, das Denkvermögen und vor allem die Selbstentfaltung der Schüler dokumentiert. Brigitte Block, Feldenkraislehrerin, Assistant-Trainerin, Dipl. Sozialpädagogin, langjährige Leiterin einer Einrichtung für körper- und mehrfachbehinderte Kinder Uschi Schneeweiß, Sonderschullehrerin in der Mosaik-Schule für Geistigbehinderte, Feldenkrais-Lehrerin Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
S2 Schwindelt mir oder schwindelt die Welt?Einführung in anatomische und neurophysiologische Grundlagen des Gleichgewichts und Schwindels. Gibt es Möglichkeiten bei Schwindel die Balance, die Mitte, die Ruhe, das Gleichgewicht wieder zu erlernen? Welche Ideen hatte Moshé Feldenkrais dazu? Dr. Ingrid Wilczek, Krankengymnastin, Feldenkrais-Lehrerin seit 1986, Assistenztrainerin seit 1996; private FK-Praxis in München und Bad Tölz; Seminare u.a. im Fachbereich Sportpädagogik der TU München, der PH Karlsruhe und der FU Oldenburg bei der MS-Gesellschaft, bei ärztlichen Kongressen der Sportmedizin, physikalischen Medizin und Rehabilitation Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
S3 Beckenboden - Entdeckungsreise zu Deiner lebendigen MitteDer Beckenboden ist ein höchst differenziertes, genau aufeinander abgestimmtes, mehrstöckiges Gebilde, das einerseits, die Aufgabe hat, festzuhalten und zu verschließen, andererseits muss es sich öffnen und loslassen. Dieser Workshop soll einen kleinen Einblick in diese Differenziertheit geben. Außerdem lernen wir verschiedene Zusammenhänge des Beckenbodens mit anderen Körperteilen und Funktionen kennen. Um die Wahrnehmung dieser Region zu verbessern, arbeiten wir unter anderem taktil und mit Imagination. Beziehungsaufnahme und Integration sind das Ziel. Gisela Gossger, Physiotherapeutin, Beckenbodenarbeit seit 1972; eigene Praxis seit 1989; FK-Pädagogin seit 1992 (Chava Shelhav); als FK-Assistent-Trainerin seit 1999 in internationalen Trainings tätig Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
S4 -IFF-Akademie – Die Entfaltung des „starken Selbst“Anknüpfend an Überlegungen im AK „FK und Psychologie“ (s. Beitrag „Feldenkrais ohne Seele?“, Forum 1 Q. 2005) möchten wir uns auf die Suche nach fehlenden Bindegliedern begeben, die es ermöglichen, die von Moshé Feldenkrais ursprünglich erwartete Entfaltung des gesamten „starken Selbst“ durch die Feldenkrais-Arbeit in höherem Maße zu begünstigen. In diesem Workshop stellen wir die Frage, welche Auswirkungen es auf das Resultat einer ATM haben kann, wenn wir die Aufmerksamkeit nicht nur auf den sensomotorischen, sondern auch auf andere Bereiche lenken, wie z.B.auf Gefühle oder Vorstellungen, und auf welche Weise dies geschehen kann. Dazu möchten wir Ideen und Erfahrungen sammeln sowie dies auch in ATM konkret erproben. Charlotte Rehbock-Walter, Dipl.-Chemikerin, Heilpraktikerin und Feldenkrais-Lehrerin (Heidelberg II) . Ausbildung in Somatic Experiencing Trauma-Therapie u.a. psychotherapeutische Weiterbildung. Tätig in eigener Praxis in München. Kolleginnen des AK „Feldenkrais und Psychologie“ werden sich an der Moderation beteiligen. Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
S5 Integrative Lerntherapie – ein systemisch ganzheitlicher Ansatz stellt sich vorAufgaben: Behandlung von Lern- und Leistungsstörungen, vornehmlich Lese-/Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche, Aufmerksamkeitsstörungen, Kinder und Jugendliche Ziele: Wiederherstellung einer positiven Lernstruktur Selbstwertunterstützung, Selbstmanagement, Arbeit mit dem sozialen Umfeld, Beratung von Eltern und Lehrern, Orientierung an Ressourcen Qualifikation: Grundqualifikation (Pädagogik, Psychologie) Weiterbildung und Zertifizierung, Verpflichtung zu Fortbildung und Supervision Organisation: Fachverband für integrative Lerntherapie FiL e.V. Qualitätsentwicklung und –sicherung Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Verbänden Inge Kempf-Kurth – Köln, Lehrerin , Lerntherapeutin FiL, Famielientherapeutin und Supervisorin HPG; Praxis für integrative Lerntherapie seit 1994; Vorsitzende des Fachverbands für integrative Lerntherapie FiL Anna Karin Engels, Dipl. Sportwissenschaftlerin, Lehrerin Kunst, Biologie, Theater; Intensivberaterin Idiolektik, Feldenkraisl-Lehrerin in freier Praxis seit 1992, Organisation d. Artem Feldenkrais Trainings Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
S6 Wie Feldenkrais in der Schule funktioniertIm Workshop stelle ich ein Projekt in einer kooperativen Gesamtschule in Nordhessen vor. Mit meiner 6. Klasse vereinbarte ich, dass wir jede Woche einmal ungefähr eine Viertelstunde lang Bewegungen machen, die etwas ungewöhnlich sind und das Lernen positiv beeinflussen können. Einige dieser „mini-ATMs“ werde ich praktisch vorstellen und über den Prozeß berichten, der dadurch in Gang kam. Natürlich werde ich auch darlegen, warum ich in dieser Form mit den Schülern zu arbeiten begonnen habe und warum es möglich geworden ist. Wolfgang Hielscher, Feldenkraislehrer (Ausbildung bei Chava Shelhav), Diplom-Pädagoge, Lehrer für Haupt- und Realschulen. Sonstige Schwerpunkte: Sounder Sleep, Laufen. Samstag, 11.03.06, 9.00-11.30
Postersession
Freitag, 10.03.06, 14.30-15.00
- IFF-Akademie- HITS-FragebogenWir 4 HITS-Frauen haben im Rahmen unserer seit Jahren regelmäßig stattfindenden Austausch -und Arbeitstreffen einen Fragebogen für unseren eigenen Bedarf an Rückmeldung für ATM-Gruppen entwickelt. Dieser HITS-Fragebogen ist seit Jahresfrist als Local Academic Foot (LAF) im Internet in der „IFF-Academy“ zu finden. Sicher gibt es mehr Feldenkrais-Pädagogen, die sich mit diesem Thema beschäftigen und froh sind, dass hier schon Vorarbeit gibt. Wir erhoffen uns einen kollegialen Austausch über Erfahrungen mit dem Fragebogen und wollen deswegen bei der Tagung in Stuttgart 2006 auf unsere Arbeit mit einem Poster aufmerksam machen, um außerhalb des Internets eine Kontaktmöglichkeit zu uns her zu stellen. Heide Schöne, Frankfurt, Krankengymnastin, Ausbildung Neuss2, ehemaliges Gilde-Vorstandsmitglied, derzeit Regionlgruppenvertr.Ffm., arbeitet in eigener Feldenkrais-Praxis mit Schwerpunkt „Schwangerenbetreuung“ Ingrid Brandes-Scherrer, Hofheim/Ts.Krankengymn., Bobath-Therapeutin, Ausbildung Neuss3, arbeitet in eigener KG-Praxis und derzeit im Übergang zu Feldenkrais-Praxis, Kontaktpers. zum HITS-Fragebogen Traudel Schmollinger-Marchand,Hofheim/Ts. Krankengymn., Bobath-Therap., Ausb. Neuss3, Regionalguppenvertretung Ffm., arbeitet in KG-Praxis mit Schwerpunkt „Kinder“. Sylvia Weise
feldenkrais zeit - Journal für somatisches LernenDie Redaktion der feldenkrais zeit wird hier über die Zeitschrift informieren und sich mit den TagungsteilnehmerInnen über Rückmeldungen zu den bisherigen Ausgaben, Ideen und Themenwünsche unterhalten. Es liegt der Redaktion an einem regen Austausch mit bisherigen und neuen LeserInnen. Werner Kraus, Barbara Pieper, Sylvia Weise, Konrad Wiesendanger
Erfahrungen und Arbeitsergebnisse: Unterricht in der Feldenkrais-Methode am Alice-Salomon-Berufskolleg Bochum in den Bereichen Erziehung und Gesundheit Hildegund Wissing, Staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin, Ausbildung an der Dore-Jacobs-Schule Essen, Anstellung im Schuldienst seit 1966, Feldenkrais-Ausbildung 1999-2003, Neuss 8
Kulturveranstaltung Fachgruppe Kunst und Kultur
Werkstatt vom 07.-09.03.06 Showing am Freitag, 10.03.06
- Verfremden um bewusst zu machen: Verfremdungsstrategien sind im 20. Jahrhundert Bausteine des künstlerischen Schaffensprozesses. (Stanislawski, Meyerholt, Naturalisten, Postnaturalisten). Ihre Relevanz für die aktuelle ästhetische Diskussion ?
- ATM + mehr noch FI, sind Kommunikationsprozesse zwischen Menschen, Dialoge. Wie lassen sie sich auf den Kommunikationsprozess zwischen Künstler und Publikum übertragen?
In praktischen Sessions und einem Programm bestehend aus Debatten, Diskursen, Lectures-Demonstrations möchten wir zu einem intensiven Austausch zwischen den beteiligten Künstlern und zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung kommen, die in die Tiefe geht. Unsere Forschungs-Fragen werden wir an die TeilnehmerInnen der Jahrestagung weitergeben, nach außen sichtbar machen, entweder in einer Aktion mit dem Publikum, oder in Form eines gestalteten Videobeitrags. Zielgruppe: KünstlerInnen mit Schwerpunkt Feldenkrais-Arbeit, KünstlerInnen mit ähnlichem Ansatz in der Arbeit und Interesse an Austausch. Call for papers: Für einen Austausch untereinander braucht es aktive Beteiligung. Bitte schicke uns was du einbringen möchtest. Das können Demonstrationen der eigenen Arbeit sein, Praxisvorschläge, Gesprächsvorschläge, Literatur, Vorträge, Videos Datum: Dienstag bis Donnerstag 7. - 9. März 2006, 3 Tage, pro Tag: 6 std., davon 2 std. für Vorträge, Gespräche, Demonstrationen; und 2 praktische Sessions. Showing: Freitag Abend 10. März 2006 Leitungsteam: Angela Riecke (aeriecke(at)aol.com), Dragana Cukavac (cuka-dra(at)t-online.de), Thomas Kampe (thomaskampe(at)hotmail.com) Kontakt: Angela Riecke, Kielortallee 24, 20144 Hamburg, 040 - 450 51 88, 0171 - 81 747 99, aeriecke(at)aol.com
Party
Samstag, 11.03.06, 20.00 Im NIL - Café am See Am Schlossgarten 26 70173 Stuttgartzu Fuß ca. 5 Minuten vom Hauptbahnhof: aus dem Haupteingang Hauptbahnhof links heraus gehen, wieder links in Am Schlossgarten biegen (Busbahnhof), dann rechts in den Eingang Schlossgarten, Café NIL steht angeschrieben.
Podiumsdiskussion
Freitag, 10.03.06, 15.00-17.30
Lernen lernen – Zusammenhänge von somatischem und akademischen LernenEingeladen sind
- eine Bewegungswisenschaftlerin
- ein Schulleiter einer „Bewegten Schule“
- Vertreter der Kultusverwaltung
- Ein Kinderarzt, der sich mit Bewegungsentwicklung beschäftigt sowie
- Feldenkrais-LehrerInnen mit praktischer Erfahrung in Lern- und Bildungseinrichtungen
Fachgruppen der Feldenkrais-Gilde
Sonntag, 12.03.06, 10.00-13.00 UhrAufgaben der Fachgruppen:
- Fachlicher Austausch
- Erfahrungen zusammen tragen und veröffentlichen
- Mit solchen Praxisberichten Grundstufe für künftige Forschungen zur Methode legen
- Kontakte zur Fachöffentlichkeit im jeweiligen Arbeitsbereich herstellen.
Ablauf 1. Einführung, Begrüßung 2. Kurzreferat und Diskussion 3. Pause 4. Mögliche Arbeitsvorhaben der Fachgruppen – vor allem Erarbeitung von Informationsbroschüren im Arbeitsbereich (analog der Medizin-Broschüre), gezielte Themenangebote für die (Fach-)Presse, Fachkonferenzen im Rahmen des 2. Europäischen Feldenkrais-Kongresses, Berlin 2005, etc. Musik Psychologie Schule Sonderpädagogik Kunst und Kultur Medizin Physiotherapie Erwachsenenbildung Sport Journal-Club >> zur Anmeldung
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