VORTRAG | FR 9.00–9.45 UHR
„Das starke Selbst“ als pädagogisches Ziel? | MARIANNE LACINA |
Wenn wir davon ausgehen, dass wir das, was Feldenkrais in seinem Buch „Das starke Selbst“ beschreibt, nicht nur für uns selbst sondern auch für unsere Arbeit mit anderen Menschen ernst nehmen und umsetzen möchten, sehen wir uns vor eine doppelte Herausforderung gestellt: Erstens geht es darum, uns darüber klar zu werden, was wir uns unter einem starken Selbst vorstellen. Zweitens wird uns „Das starke Selbst“ als ein zu erreichendes und lernbares Ziel für jeden Menschen in seiner fortschreitenden Entwicklung präsentiert, das heißt, es wird sozusagen sowohl individuell wie auch gesellschaftlich als übergeordnetes pädagogisches Ziel gesetzt. Um bewusst und effi zient darauf hin zu arbeiten, brauchen wir pädagogische Überlegungen und die Auseinandersetzung damit, welches die einzelnen Lern- und Handlungsziele sind, welche Lernschritte wann gemacht werden sollen und können, welche methodischen Arbeitsweisen sich wann und wie eignen, um die Entwicklung des Selbst zu fördern. Ebenso gehört dazu, dass wir uns für das sensibilisieren, was sich als störend und schwächend auswirken kann. In diesem Vortrag möchte ich versuchen darzustellen, welche Überlegungen zu den obigen Fragen meinen Unterricht leiten, welche Arbeitsziele ich setze und mit welchen methodischen Arbeitsweisen ich versuche, in jungen Leuten innerhalb einer Tanzausbildung diejenigen Qualitäten zum Klingen zu bringen, die ich mit einem „starken Selbst“ in Verbindung bringe.
Marianne Lacina, Arbeit im Bewegungstheater, als Tänzerin und Choreografin. Feldenkraisausbildung in Brig/Schweiz. Fachausweis Ausbilderin in Erwachsenenbildung. Ist heute als Feldenkrais-Practitioner, als Assistenz-Trainerin sowie als Lehrerin für Flamenco und für Feldenkrais an der Zürich Tanz Theater Schule tätig.
>> zur Anmeldung
>> Programmübersicht
>> Organisatorisches
|