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Kontexte herstellen – Dialoge führen
Die Feldenkrais-Methode in ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung
Als Physiker, politisch denkender und körperlich forschender Mensch hat Moshé Feldenkrais seine Bewegungslehre immer im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung gesehen. Diesen Ansatz haben wir für die Jahrestagungen aufgenommen und verschiedene thematische Kontexte hergestellt, die sowohl für das Arbeitsfeld unserer Mitglieder relevant sind, wie auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen abbilden. Die Jahrestagungen werden damit auch zu einem Forum, die Feldenkrais-Methode in ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Relevanz zu verstehen.
Irene Sieben
Den praktischen Teil der Jahrestagung 2007 wird Irene Sieben mit einem Vortrag eröffnen, der die Feldenkrais-Methode im Kontext anderer Methoden unter dem Aspekt der Sinne – Schlüssel des Lernens, beleuchtet. Sie macht aufmerksam auf eine Wende, die im letzten Jahrhundert eingeleitet, Körper und Wahrnehmung zu einem zentralen, bis dahin vollkommen vernachlässigten Forschungsfeld werden ließ. Die Tänzerin und Bewegungsforscherin öffnet damit den Dialog hin zu anderen Sichtweisen und Methoden. Diesen Dialog weiter zu entwickeln und Gäste einzuladen ist ein wichtiger Programmpunkt der Jahrestagungen geworden.
Hinweis: "Statt des workshops F8 wird Amos Hetz eine lecture zum gleichen Thema "Learning movement and the asthetic values" für alle Tagungsteilnehmer halten - der genaue Termin hierfür wird noch bekannt gegeben."
Feldenkrais für Künstler
Feldenkrais-LehrerInnen arbeiten seit vielen Jahren mit KünstlerInnen in den Bereichen Schauspiel, Tanz, Musik und Bildende Kunst. Sie sind tätig an Kunstschulen oder Kunsthochschulen und einige von ihnen haben inzwischen auch entsprechende Professuren. Ihre Arbeit hat mit dazu bei getragen, die Feldenkrais-Methode im Bereich der Künste bekannt zu machen und sie mehr und mehr in der Ausbildung von Künstlern einzusetzen. Die Jahrestagung gibt einen Einblick in Ansätze, Feldenkrais in verschiedenen künstlerischen Bereichen für den Kunstunterricht zu nutzen. Die Teilnahme an den Workshops setzt keine Erfahrung in der Arbeit mit KünstlerInnen voraus. Die Podiumsdiskussion zum Thema Feldenkrais und die Kunst widmet sich der Frage, welchen Stellenwert die Feldenkrais-Methode für ein sich veränderndes Kunst- und Kulturverständnis in Gegenwart und Zukunft haben kann.
Feldenkrais für (Nicht) Künstler
Feldenkrais-LehrerInnen sind kreativ, wenn es darum geht, ihre anderen beruflichen sowie ihre Lebens-Erfahrungen in ihren Unterricht zu integrieren. Man könnte es sogar als ein ganz spezifisches Merkmal der Feldenkrais-Praxis bezeichnen, dass sie durch Erfahrungen aus anderen Gebieten bereichert wird. Und vergegenwärtigt man sich die Entstehung der Methode und ihre Philosophie, dann verwundert das nicht. Sie entwickelt sich dadurch weiter, dass die Innovationskraft vieler Feldenkrais-LehrerInnen sie lebendig hält. Wie kreativ der Umgang mit der Feldenkrais-Methode sein kann ohne dabei ihre Prinzipien zu vergessen, das kann in den Workshops „Feldenkrais für (Nicht)Künstler“ erfahrbar werden.
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